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Tage des Türkischen Films
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1994 2002 2008
1995 2003 2009
Programm 2009



Samstag, 21.03. - 18.30 Uhr
Freitag, 27.03. - 20.30 Uhr
Gasteig, Vortragssaal der Bibliothek


Vorfilm:
Sinope'nin Yolculuğu - The Journey of Sinope
Türkei 2008, 15 Min., OmenglU.
Regie: Ali Canlar

Die Poesie des Wassers ...
Bester Dokumentarfilm beim 5. Akbank Kurzfilmfestival.


Sonbahar - Herbst
Türkei 2008, 99 Min., OmdtU.
Regie: Özcan Alper. Mit Onur Saylak, Raife Yenigül, Megi Kobaladze u.a.


Yusuf hat sich als Student politisch engagiert und ist deshalb zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Nach 10 Jahren wird er gesundheitlich stark angeschlagen aus der Haft entlassen. Er macht sich auf den Weg in seine Heimat, einem kleinen Dorf in der Nähe der georgischen Grenze. Dort angekommen muss er feststellen, dass sich vieles verändert hat. Das bewegende Drama einer gebrochenen und desillusionierten Generation entführt in die atemberaubend schöne Landschaft des Schwarzmeergebietes. Das Erstlingswerk des Regisseurs Özcan Alper geriet zum Überraschungserfolg in den türkischen Kinos.
Am 27.03. in Anwesenheit von Onur Saylak




Samstag, 21.03. - 20.30 Uhr
Gasteig, Vortragssaal der Bibliothek


Mevlana – Aşkin Dansı
Rumi – Tanz der Liebe

Türkei 2008, 80 Min., OmdtU.
Regie: Kürşat Kızbaz. Mit Sinan Tuzcu, Burak Sergen, Özcan Deniz u.a.

Der islamische Mystiker und Dichter Mevlana Celaleddin Rumi hat vom 13. Jahrhundert bis heute die Menschen inspiriert. Das Jahr 2008, in dem sich sein Geburtstag zum 800. Mal jährte, wurde von der UNICEF zum Mevlana-Jahr erklärt. Der aus diesem Anlass entstandene Dokumentarfilm, der in Spielfilmsequenzen das Leben Mevlanas nachzeichnet und mit der Musik von Sezen Aksu und Ömer Faruk Tekbilek unterlegt ist, macht die Bedeutung seiner Botschaft für die heutige Welt deutlich.
In Anwesenheit des Regisseurs Kürşat Kızbaz




Sonntag, 22.03. - 19.00 Uhr
Galavorstellung im Carl-Orff-Saal (Gasteig)


Konzert Ömer Faruk Tekbilek



Ömer Faruk Tekbilek, der mit seinem virtuosen Spiel auf der Ney-Flöte beeindruckt, ist einer der international bekanntesten Interpreten der Sufi-Musik. Er kombiniert traditionelle Sufi-Melodien mit jazzigen Rhythmen. Dieses Solokonzert ist sein erster Auftritt in Deutschland.
Am 23.03.gibt Ömer Faruk Tekbilek mit seiner Gruppe ein Gastspiel im Deutschen Theater. http://www.deutsches-theater.de/omarfaruktekbilek.html



Nokta - Der Punkt
Türkei 2008, 85 Min., OmdtU.
Regie: Derviş Zaim. Mit Mehmet Ali Nuroğlu, Serhat Kılıç, Settar Tanriöğen u.a.


 
Regisseur Derviş Zaim gelingt mit seinem Film "Nokta" der Versuch, die Kunst der osmanischen Kalligraphie in die Ästhetik des Kinos umzusetzen. Im Zentrum der Handlung steht die Gewissensnot des Kalligraphen Ahmet, der in den Diebstahl eines wertvollen, alten Koranbandes hineingezogen wurde und nun einen inneren Reinigungsprozess durchlebt. In beeindruckenden Bildern voll karger Ästhetik, die auf dem Tuz Gölü, einem riesigen Salzsee in Zentralanatolien, entstanden sind, werden Vergangenheit und Gegenwart, Tradition und Moderne miteinander verwoben.
Sechs Auszeichnungen auf dem Antalya Filmfestival 2008, u.a. für die beste Regie und die beste Musik.
In Anwesenheit des Regissuers Derviş Zaim




Montag, 23.03. - 18.30 Uhr
Samstag 28.03. - 20.30 Uhr
Gasteig, Vortragssaal der Bibliothek


Vorfilm:
Sapak
Türkei 2008, 15 Min., OmenglU,
Regie: Fırat Mançuhan

Die Ursachen der Gewalt ...
Bester Kurzspielfilm beim 5. Akbank Kurzfilmfestival



İki Çizgi - Two Lines
Türkei 2008, 97 Min., OmenglU.
Regie: Selim Evci. Mit Gülcin Santırıcıoğlu, Kaan Keskin u.a.

 
Selin und Mert sind ein Istanbuler Paar, das sich nicht mehr viel zu sagen hat. Dennoch beschließen sie, gemeinsam mit dem Auto eine kurze Urlaubstour zu machen. Als sie unterwegs zwei jungen Leuten begegnen und Mert heftig zu flirten beginnt, entlädt sich ein Konflikt, der immer mehr eskaliert. Ein eindrucksvoll fotografiertes Roadmovie, das sowohl das Spannungsverhältnis zwischen Mann und Frau als auch die Zerrissenheit der türkischen Gesellschaft zwischen moderner und traditioneller Lebensweise beleuchtet, und dessen Inszenierung an den großen, italienischen Meister Antonioni erinnert.




Montag, 23.03. - 20.30 Uhr
Sonntag, 29.03. - 18.30 Uhr
Gasteig, Vortragssaal der Bibliothek


Vorfilm:
Güvercin Taklası – Pigeon Tumble
Türkei 2007, 16 Min. OmenglU.
Regie: Seyfettin Tokmak

Zwei Freunde und ihre Leidenschaft fürs Fliegen. Ercan, ein behinderter Junge, möchte Drachen steigen lassen, Savaş will mit seinen Tauben von zu Hause weg.
Sonderpreis beim 4. Akbank Kurzfilmfestival.



Tatil Kitabı - Summer Book
Türkei 2008, 92 Min., OmenglU,
Regie: Seyfi Teoman. Mit Taner Birsel, Ayten Tökün, Osman İnan u.a.

Ein Sommer in der Provinzstadt Silifke. In der Familie des Zitronenhändlers Mustafa, eines strengen und launischen Mannes, herrschen große Spannungen. Der zehnjährige schüchterne Ali soll in den Ferien Kaugummis verkaufen. Veysel, der ältere Sohn, möchte gegen den Willen des Vaters auf die Universität gehen. Ehefrau Güler glaubt, dass ihr Mann sie betrügt, und auch mit seinem Bruder Hasan hören die Streitigkeiten nicht auf. Alles wird plötzlich anders, als Mustafa einen Schlaganfall erleidet und ins Koma fällt. Um die Familie zusammenzuhalten übernimmt Hasan die Rolle des Familienoberhauptes. Am Ende der Sommerferien, nach dem Tod des Vaters, haben sich alle verändert.
Der sensible Film, der in ruhigen Einstellungen und mit Blick für die Details das Leben einer türkischen Familie schildert, erhielt zahlreiche Preise im In- und Ausland, u.a. Bester türkischer Film und FIPRESCI-Preis, Istanbul Filmfestival 2008.




Dienstag, 24.03. - 18.30 Uhr
Freitag, 27.03. - 18.30 Uhr
Gasteig, Vortragssaal der Bibliothek


Vorfilm:
Camgöz
Türkei 2007, 22 Min. OmenglU.
Regie: Alper Çağlar

Dedektiv Camgöz in Aktion.
Sonderpreis beim 4. Akbank Kurzfilmfestival.



Güneşin Oğlu - Son of the Sun
Türkei 2008, 90 Min., OmenglU.
Regie: Onur Ünlü. Mit Haluk Bilginer, Özgü Namal, Köksal Engür u.a.


Fikri Şemsigil glaubt an Wunder und sehnlichst wartet er darauf, einmal ein Wunder zu erleben. Eines Tages wird sein Wunsch Wirklichkeit: Er erfährt, dass er der 'Sohn der Sonne' sei und erlangt die Gabe, mit seiner Seele in die Körper anderer Menschen zu schlüpfen. Das verursacht viel Chaos und macht ihn gar nicht glücklich. Wird es ihm gelingen, dieses Wunder rückgängig zu machen? Eine turbulente, aber auch nachdenklich machende Komödie mit großartigen Schauspielern.




Dienstag, 24.03. - 20.30 Uhr
Gasteig, Vortragssaal der Bibliothek


Cenneti Beklerken - Warten auf den Himmel
Türkei 2006, 105 Min., OmdtU.
Regie: Derviş Zaim. Mit Serhat Tutumluer, Melisa Sözen, Mesut Akusta u.a.

Das Osmanische Reich im 17. Jahrhundert. Der Miniaturenmaler Eflatun führt nach dem Tod seiner Familie ein zurückgezogenes Leben. Um die Erinnerung an seine Frau und seine Kinder lebendig zu halten, malt er heimlich Porträts im westlichen Stil von ihnen, obwohl dies gegen das islamische Bilderverbot verstößt. Doch ganz geheim bleibt sein Tun nicht. Eines Tages erhält er den Befehl, mit einer Strafexpedition nach Ostanatolien zu reisen. Er soll dort einen gefangen genommenen rebellischen Prinzen vor dessen Hinrichtung porträtieren, um dessen Identität sicher zu stellen, und zwar im verbotenen realistisch-westlichen Stil. Auf der langen Reise dorthin begegnet Eflatun dem Mädchen Leyla, und bald schon befindet er sich in einem gefährlichen Abenteuer. Der Film – nur vordergründig ein bildgewaltiges Historiendrama – stellt das Verhältnis von Kunst und Gesellschaft, von Politik und Religion in Frage. Mit ihm hat Regisseur Derviş Zaim seine Auseinandersetzung mit den osmanischen Kunstformen begonnen, die er mit seinem Film "Nokta – Der Punkt" über die Kunst der Kalligraphie fortsetzte.




Mittwoch, 25.03. - 18.30 Uhr
Sonntag, 29.03. - 20.30 Uhr
Gasteig, Vortragssaal der Bibliothek


Vorfilm:
apple&ei
Deutschland 2007, 5 Min.
Regie: Ahmet Taş


Ein musikalischer Film über Marktverkäufer
FBW-Prädikat: besonders wertvoll



Evet, ich will!
Deutschland/Türkei 2008, 90 Min., Deutsch/Türkisch mit dt. U.
Regie: Sinan Akkuş. Mit Sinan Akkuş,
Tim Seyfi, Lale Yavaş u.a.


Der Schlussverkauf im Brautladen eines alten türkischen Ehepaares eröffnet diesen turbulenten Reigen um Liebe und Heirat. Der türkischstämmige Emrah liebt den Deutschen Tim, der sunnitische Kurde Coşkun liebt die türkische Alevitin Günay, Dirk liebt gegen den Willen seiner Eltern die Türkin Özlem. Salih liebt noch niemanden, sollte aber möglichst rasch in eine deutsche Staatsbürgerin heiraten, wenn er in Deutschland bleiben will. Am Ende gibt es gegen alle familiären und kulturellen Widerstände doch noch ein Ja-Wort auf Türkisch und Deutsch: "Evet, ich will!" Die fröhliche Komödie wurde 2008 mit dem Publikumspreis des Kinofest Lünen und dem Publikumspreis in San Francisco bei "Berlin and Beyond" ausgezeichnet.
In Anwesenheit von Sinan Akkuş und Tim Seyfi




Mittwoch, 25.03. - 20.30 Uhr
Gasteig, Vortragssaal der Bibliothek


Susuz Yaz - Trockener Sommer
Türkei 1964, 75 Min., OmenglU,
Regie: Metin Erksan. Mit Ulvi Doğan, Erol Taş, Hülya Koçyiğit u.a.

2008 von der World Cinema Foundation bei der Cineteca di Bologna / L'Immagine Ritrovata Laboratory restaurierte Fassung.
LOGO World Cinema Foundation

Während einer Dürreperiode in einem Dorf an der Ägäis weigert sich Osman den anderen Dorfbewohnern Wasser aus seiner noch sprudelnden Quelle abzugeben. Es kommt zum Streit und Osman begeht einen Mord, den sein jüngerer Bruder Hasan auf sich nimmt. Nach dessen Entlassung aus dem Gefängnis ist nichts mehr so wie es war. "Susuz Yaz" gewann 1964 den Goldenen Bären der Berlinale und damit die erste internationale Auszeichnung für das türkische Kino. Bei den Filmfestspielen in Cannes 2008 stellte Fatih Akin die restaurierte Fassung dieses Filmklassiker vor: "Heute, in diesen Zeiten von intellektuell trockenen Sommern, da die Gier die Menschheit an den Rand des Hungertods treibt, könnte dieser Film kaum wertvoller sein. 'Trockener Sommer' ist eines der bedeutendsten Vermächtnisse des türkischen Kinos ..."




Donnerstag, 26.03. - 18.30 Uhr
Gasteig, Vortragssaal der Bibliothek


Vorfilm:
İntihar Ederdim! – I would have
commit suicide!

Türkei 2007, 15 Min., OmenglU,
Regie: Dilek Taşdemir


Kurzdoku über den Regisseur Ahmet Uluçay und seine Leidenschaft fürs Kino.
Bester Dokumentarfilm beim 4. Akbank Kurzfilmfestival



Avrupa Avrupa - Made in Europe
Türkei 2007, 90 Min., OmenglU.
Regie: İnan Temelkuran. Mit Ahmet Mümtaz Taylan, Emin Gürsoy, Ruhi Sarı u.a.


"Made in Europe" beschreibt das Leben von Migranten in verschiedenen europäischen Städten. In der Nacht, in der die Amerikaner in Afghanistan einmarschieren, treffen sich in Madrid, Paris und Berlin einige türkische Migranten. Sie sind auf der Jagd nach einer Aufenthaltsgenehmigung oder leben ohne jegliche Aussicht auf eine solche seit Jahren wie Schatten mal hier mal dort. In ihnen allen spiegelt sich die schizophrene Natur des Migrantendaseins. Doch sie zeigen dem Zuschauer auch, dass sie nicht einfach "Problemfälle", sondern Menschen voller Hoffnungen und Träume sind. Der Film gewann mehrere Auszeichnungen auf dem Filmfestival in Adana 2008.




Donnerstag, 26.03. - 20.30 Uhr
Samstag, 28.03. - 18.30 Uhr
Gasteig, Vortragssaal der Bibliothek


Pazar – Bir Ticaret Masalı
Der Markt

Deutschland/Großbritannien/Kasachstan/Türkei 2008. 93 Min. OmdtU.
Regie: Ben Hopkins. Mit Tayanç Ayaydın, Genco Erkal, Şenay Aydın u.a.


Anfang der 90er Jahre, in einer kleinen Grenzstadt im Osten der Türkei. Mihram, Händler mit Leib und Seele, ist berühmt dafür, alles zu beschaffen, was seine Kunden anfragen. Woher, das bleibt sein Geheimnis. Doch mit kleinen Geschäften ist kein großes Geld zu machen, und Mihram hat Mühe, seine Familie über die Runden zu bringen. Auch Mihrams neueste Idee droht am fehlenden Kapital zu scheitern. Da erhält er unverhofft die Chance seines Lebens. Doch da sind einerseits die Mafia, andererseits die unerbittlichen Gesetze eines Marktes, der sich immer mehr verändert. Eine melancholische Tragikomödie, die mühelos den Bogen von den orientalischen Händlern uralter Erzählungen bis hin zur Globalisierung heutiger Tage schlägt. Auszeichnet als bester Spielfilm auf dem Antalya Filmfestival 2008. Preis für die beste männliche Hauptrolle auf dem Filmfestival von Locarno.




Samstag, 28.03. - 16.30 Uhr
Gasteig, Vortragssaal der Bibliothek


Nâze
Türkei 2006, 72 Min., Kurdisches Original mit englU.
Regie: Ümit Kıvanç


Entführungen, Fehden, Rache und Sühne, kurdische Stammesfürsten, eine grausame Schwiegermutter, eine überwältigende Natur, unerträgliche Härten, schwerste Entbehrungen, Liebe und Leid – die 105 Jahre alte Nâze berichtet aus ihrem Leben, das anmutet wie ein Märchen aus fernen Zeiten. "Nâze wurde im Irak geboren. Sie lebte im Irak, im Iran und in der Türkei. (...) Noch bevor sie zur Welt kam, wurde ihr Vater vergiftet. Als junges Mädchen ging sie mit einem ihr völlig unbekannten Mann in ein anderes Land, in eine völlig andere Umgebung. Sie lebte in vieler Hinsicht als "Fremde" jahrzehntelang an Orten, an denen sie nie sein wollte. Mehr will ich hier nicht erzählen, um die überraschenden Wendungen des Films nicht zu verraten." (Ümit Kıvanç).




Sonntag, 29.03. - 16.30 Uhr
Gasteig, Vortragssaal der Bibliothek


Lilit'in Kızkardeşleri - Sisters of Lilith
Türkeoi 2008, 41 Min. OmenglU.
Regie: Emel Çelebi.


Drei Frauen, die von ihrer Hände Arbeit im Einklang mit der Natur leben: Eine in den Bergen lebende Hirtin, eine am Meer lebende Fischerin und eine geschäftstüchtige Bäuerin. Die Filmemacherin zeigt vor dem Hintergrund dörflicher Idylle drei starke Persönlichkeiten, die trotz harter Lebensbedingungen ihren eigenständigen Weg gehen.


Bana Bak – Look at me
Deutschland 2008, 60 Min., OmdtU,
Regie: Ayla Gottschlich


Nevruz liebt Frauen, doch ihre Eltern wissen davon nichts. Sie hat, wie viele andere auch, Angst davor, in einer überwiegend islamischen Gesellschaft nicht akzeptiert zu werden. Die Liebe zum gleichen Geschlecht wird in der Türkei zwar gelebt, aber niemand spricht darüber. Freiheit und Akzeptanz beschränken sich auf vereinzelte Orte. Der Dokumentarfilm erzählt mit eindringlicher Nähe die Geschichte von Nevruz, einer in Istanbul lebenden lesbischen Fotografin. Wir begleiten sie bei ihrem Projekt, lesbische Frauen zu portraitieren, die sich erstmals auf einer Ausstellung in Ankara zu ihrer Sexualität bekennen.